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© Uwe Gerber, Berlin

Forsthaus "Alte Saubucht"

Ein sehr beliebtes Ziel im Grunewald ist die Saubucht, zu der beinahe so viele Wege wie nach Rom führen.

"Nicht nur die herrliche Lage des Häuschens sichert ihm den regen Besuch; seine Anziehungskraft beruht zum großen Teil auch darauf, daß es hier kein Bier, sondern nur Kaffee und andere Nichtalkoholika giebt, bei denen ein rechter Dauergast nimmer gedeihen will.

Mithin ist den Damen nicht nur ein gemütlicher Kaffeeklatsch, sondern auch ein rechtzeitiger Aufbruch und "anständiges" Nachhausekommen gesichert
", schreibt Berdrow 1902.

Forsthaus Saubucht ca. 1920 Ausschnitt
Forsthaus Saubucht ca. 1920

"Leider ist es nicht mehr das alte trauliche Häuschen mit dem bemoosten Strohdach und dem mythischen Giebelschmuck der Roßköpfe, das nach dem Brande am 07. April 1893 durch den jetzigen modernen Bau ersetzt wurde; aber die grünen Lauben und die primitive Küche sind dieselben geblieben und lassen bald das ganze Behagen ländlicher Ungebundenheit aufleben.", schreibt Berdrow 1902. 

1904 Saubucht
1907 Saubucht Grunewald
1907 Saubucht Grunewald Ausschnitt

Saubucht 1907
Wer ist dieser Herr?

1907 Saubucht Grunewald Ausschnitt Haus
1910 Saubucht
1912 Forsthaus Saubucht

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WWWwww.forst-grunewald.de

Von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales,
wurden meine beiden rein ehrenamtlichen geführten Projekte
 „Lauftreff Berlin Grunewald“ und "Berliner Zahnärzte Forum“
am 13. Juni 2006 als zur Ausstellung des Berliner Freiwilligen Passes akkreditiert.

Berliner FreiwilligenPass Logo

  Revisionsstand Mai 2010            © Uwe Gerber, Berlin

Im NSG Saubucht wurden früher die Wildschweine für die königliche Jagd gehalten.
Das heutige Forsthaus "Alte Saubucht" war damals das Haus des Wildhüters.

Saubucht 1896 Meyers

1896 Meyers - Saubucht und Saugarten

1904 Pharus - Sauwärter

Saubucht 1904 Pharus

 1930 Reichsamt - Forsthaus Saubucht

Saubucht 1930 Reichsamt

Heutzutage

Saubucht 1950

Grunzen vor der Haustür

Mitten im Grunewald, auf einer Insel "....Die Berliner Zeitung stellt in loser Folge ausgefallene Wohnorte vor. Heute: Familie Lippert/Rieger wohnt im Forsthaus ,Alte Saubucht".

"Fast jede Nacht hören wir die ,Wildschweine vor unserer Tür", erzählt Hans-Dieter Lippert. Der 56jährige Waldarbeiter wohnt mit seiner Famllie mitten im Grunewald. Direkt beben einem großen Naturschutzgebiet, nur wenige Meter entfernt von einem kleinen Tümpel, dem Barssee, liegt das rote Backsteinhaus der Famille.

Toben nach Herzenslust

Kaum ein Spaziergänger nimmt das Haus zur Kenntnis, das von Nadel- und Laubbäumen verborgen mitten im Grünen vor sich hln träumt. Nur selten verirrt sich jemand zum Haus der Waldarbeiterfamille. "Wenn ein Radfahrer eine Panne hat, helfen wir auch schon mal mit einem Werkzeug aus", sagt Hans-Dieter Lippert. Aber auch nach dem Weg zum Teufelssee oder zur Havelchaussee wird ab und zu gefragt.

Seit Anfang Juli lebt die Familie hier im ehemaligen Forsthaus "Alte Saubucht". Den Trubel der Großstadt vermissen die Eltern und ihre vier Söhne nicht. "Hier kann sich zumindest kein Nachbar beschweren, wenn unsere Kinder mal laut sind", so der Vater. Auf dem etwa zwei Hektar großen Gelände können die Kinder nach Belieben herumtollen, Höhlen bauen und zelten. "Wir wollen, daß unsere Kinder naturnah aufwachsen", sagt Waltraud Rleger (42), dle Mutter der vier Jungen. Im kommenden Jahr sollen im großen Garten Kartoffeln, Salat, Möhren und Kräuter angebaut werden, damit "die Kinder sehen, wie so was wächst". Auch Hühner wollen die Eltern gleich hinter der braunen Holzscheune halten. Bald soll es sogar hausgemachte Milch für den Kaffee geben: Für die Ziege, die bald im Garten weiden soll, wird jetzt schon der Heuboden unterm Dach gefüllt.

Baden in der Havel "Ich finde es toll, hier zu leben", schwärmt Oliver (zwölf Jahre), der Älteste. Den Schulweg legt er mit dem Fahrrad zurück und auch über wenig Besuch kann er nicht klagen: "Meine Freunde kommen gleich für mehrere Tage. Die finden das toll, hier zum Beispiel im Garten In einer Höhle zu übernachten." Wenn er nicht Besuch hat, hilft er dem Vater am Wochenende oder auch abends beim Bäumefällen, damit das Grundstück etwas heller wird.

Während Max (vier) und Moritz (drei) buddeln und Roland (18 Monate) die große Metalirutsche, die in den Abhang im Garten gebaut Ist, runtersaust, steht die Mutter in der Küche und backt. Manchmal frische Vollkornbrötchen und manchmal Kuchen, je nach Bedarf. Wenn der Kuchen fertig ist, geht es zum Baden an die Havel. Mit dem großen Fahrradanhänger ist die Mutter in nur zehn Minuten mit Kind und Kegel am Wasser. Das Auto wird meistens nur einmal pro Woche als Familienkutsche genutzt. "Dann geht es nach Zehiendorf zum Großeinkauf", erzählt Waltraud Rieger. "Dabei müssen wir dann gut planen, damit wir ja nichts vergessen."

Abends, wenn der Kühlschrank gefüllt, die Marmelade gekocht und der Kuchen alle ist, kommt auch die "Alte Saubucht" langsam zur Ruhe. An lauen Sommerabenden sitzen Hans-Dieter und Waltraud oft auf der Holzbank ihres Hauses. Bei einem Glas Wein reden sie über die Ziege, die sie bald in ihre Großfamilie mitaufnehmen werden oder über den zukünftigen Gemüsegarten. Manchmal fliegt eine Fledermaus über ihre Köpfe hinweg oder ein Fuchs schleicht in der Dämmerung quer durch den Garten. Während andere Familien zu dieser Zeit fernsehen, gucken die Eltern ihren vier Lümmeln beim Spielen zu. Einen Fernseher gibt es in der "Alten Saubucht" nicht. " Wir sehen lieber nah", sagen die Eltern.

Das Leben mitten im Wald, fernab vom Großstadt-Lärm, gefällt der Familie Lippert/Rieger.

Quelle
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1994/0811/none/0008/index.html 
Berliner Zeitung, 11.09.1994

Forsthaus bei unserem Sonntagslauf am  09.10.2005,
damals wurden gerade Mitmieter gesucht.

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