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© Uwe Gerber, Berlin

Opferaltar

SPANDAUER FINDLING GESUCHT

Der Stein verschwand vor etwa 30 Jahren von der
Halbinsel Pichelswerder in Berlin-Spandau
Möglicherweise handelt es sich um ein kulturhistorisches Denkmal

1958 Opferaltar

Foto 1920  / Repro Landesdenkmalamt Berlin 1958
Hinterlegt im Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte
Internet: http://www.bildindex.de/obj20893922.html#|home

Weitere Informationen unter
http://www.forst-grunewald.de/html/opferaltar.html

Uwe Gerber
eMail
uwe.gerber@gerber-beratung.de
Telefon 030 - 30 20 11 80

 

Spaziergänge im Grunewald, 192(7 ?), Seite 144-145:

“Vom Steilhang aus überqueren wir einen von Nord nach Süd sich erstreckenden Kamm und kommen in ein schattiges, schluchtartiges Tal. - Es beginnt nördlich der Heerstraße und wird von dieser senkrecht durchschnitten. - In südlicher Richtung läuft es zwischen zwei Höhenzügen zum Haveltal und mündet in den ehemaligen Pichelssee. - Von einem geschütteten Wege, der an dem Rackwitzschen Lokal vorbei zum alten Königgrätzer Garten führt, wird es noch einmal unterbrochen. Form und Oberflächenbeschaffenheit deuten darauf hin, daß es durch fließendes Wasser und Gletscherrande gebildet worden ist.

In diesem Tal liegt ein fast würfelmörmiger (1:70:60), stark beschädigter Quarzitblock, der auf einem Ziegelsteinfundament ruht. - Man ist bemührt gewesen, ihn als heidnischen Opferaltar auszugeben. Vielleicht haben seine Form und die Löcher, die ihn durchsetzen und als Blutrinnen gedeutet werden, Anlaß dazu gegeben. Ursprünglich lag er auf dem östlichen Hang, der die Mulde begleitet. Nach Aussagen älterer Leute aus der Umgebung ist er von einem Naturfreund und dessen Bekannten in den 70iger Jahren ausgegraben und in die Schlucht gekantet worden. Hier hat ihn der alte Herr Rackwitz als “Opferstein” auf das Ziegelfundament gesetzt. Tausende von Spaziergängern kommen an ihn vorbei, fahren mit den Spazierstöcken in die Löcher und stellen Fragen nach der Vergangenheit an ihn. Aber den meisten gibt er keine Antwort.

Wir haben es wohl mit einem Braunkohlenquarzit des Tertiärs zu tun, den das Gletschereis hierher transportiert und abgelegt hat. Die Herkunft der Löcher läßt sich nicht ganz einwandfrei feststellen; man erkennt aber daß sie von Menschenhand stark vergrößert worden sind.

Wenn wir es mit einem Braunkohlenquarzit zu tun haben, dann könnten die Löcher von Baumwurzeln tertiärer Bäume herrühren. Bei genauem Untersuchungen des Werders und der Pichelsberge wurden in der Schwarzen Kehle (Anmerkung: Heutige Murellenschlucht) zwischen Pichelsberg und dem Murellenberg Quarzite mit derselben Gesteinsbeschaffenheit und den charakteristischen Löchern, nur etwas kleiner, gefunden. Sie sind teilweise beim Eisenbahnbau freigelegt worden. Eins von diesen Geschieben hat noch größere Ausmessungen als der Opferstein und ist auch quaderförmig.”

Der Findling ist heute verschwunden. Herr Ulrich Deus-von Homeyer stellt auf seiner interessanten Webseite www.pichelsdorf.info daher folgende Frage:

2009 Opferaltar - Frage Homeyer

2008 Schlucht Pichelswerder CIMG3273
1955 Opferaltar Amtlkarte
1933 Opferaltar Reichsamt

Google
WWWwww.forst-grunewald.de

Von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales,
wurden meine beiden rein ehrenamtlichen geführten Projekte
 „Lauftreff Berlin Grunewald“ und "Berliner Zahnärzte Forum“
am 13. Juni 2006 als zur Ausstellung des Berliner Freiwilligen Passes akkreditiert.

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  Revisionsstand Mai 2010            © Uwe Gerber, Berlin


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