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Murellenschlucht

  © Uwe Gerber, Berlin - Stand Dezember 2011

Heutzutage spricht man von

- der Fließwiese Ruhleben;
- der Waldbühne
- und der Murellenschlucht.

Tatsächlich ist es aber eine durchgehende Schlucht. In einer Landkarte von 1815 als “Kuhler Grund” und in einem Buch von 1927 als “Schwarze Kehle” benannt.

Die Schlucht wurde zunächst durch den Bau der S-Bahntrasse nach Pichels-/Tiefwerder hin geteilt und später dann in ihrer Mitte durch den Bau der Waldbühne. Die Waldbühne befindet sich also mitten in der Schlucht.

Nach der Teilung ergaben sich dann die Namen “Murellenschlucht” und “Fließwiese Ruhleben”.

Sowohl die Murellenschlucht mit dem Murellenberg (das ehemalige militärische Schießgelände hinter dem Berg wurde mittlerweile als Ausflugsgelände hergerichtet), als auch die Fließwiese sind landschaftlich sehr attraktiv. Oberhalb der Murellenschlucht wird an der Glockenturmstraße bald eine neue Eissporthalle errichtet. Bisher befand sich dort, direkt neben dem GASAG Gelände, ein großer Parkplatz.

Ich hoffe, die schöne Landschaft der Murellenschlucht wird durch die neue Halle nicht leiden.

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FESTANSTELLUNG
bitte lesen

Karten Murellenschlucht und Flieswiese Ruhleben in ganzer Ausdehnung:

1816 Kuhle Grund Generalstabskarte 1835 Murellenschlucht Karte 1891 Murellenschlucht Kiessling
1902 Murellenschlucht Berdrow 1930 Murellenschlucht Silva-Holzverlag 1933 Murellenschlucht Reichsamt
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FINDLINGE

Spaziergänge im Grunewald, 192(7 ?), Seite 144-145:
“Bei genauem Untersuchungen des Werders und der Pichelsberge wurden in der Schwarzen Kehle (Anmerkung: Heutige Murellenschlucht) zwischen Pichelsberg und dem Murellenberg Quarzite mit derselben Gesteinsbeschaffenheit und den charakteristischen Löchern, nur etwas kleiner, gefunden. Sie sind teilweise beim Eisenbahnbau freigelegt worden. Eins von diesen Geschieben hat noch größere Ausmessungen als der Opferstein und ist auch quaderförmig.”

Wikipedia 2010:
“Von der landschaftsprägenden Kraft des Eises in den Murellenbergen zeugen zahlreiche Findlinge. Zwei der erratischen Blöcke stehen als Naturdenkmal (NDM) unter Schutz: der eine liegt in der Murellenschlucht (NDM VII-6F), der andere (NDM VII-5F) wurde 1968 von der Murellenschlucht auf die Wiese am südlichen Ausgang des hochgelegenen U-Bahnhofs Ruhleben gebracht. Während die Findlinge der Schlucht und der Berge ansonsten hauptsächlich aus Granit bestehen, ist der Stein am Bahnhof aus grauem, mittelkörnigen Sandstein (sogenanntem Braunkohlenquarzit) aufgebaut... Seine Abmessung beträgt 1 × 1 × 1,2 Meter und die des Findlings in der Schlucht..... 1,5 × 1,5 × 1 Meter.”

 

Der Murellenschluchtfindling ist links abgebildet.

Der Findling am U-Bahnhof befindet sich am hinteren Ausgang.

Ich werde hier bei Gelegenheit noch zwei gute Bilder einfügen.

Spaziergänge im Grunewald, 192(7 ?), Seite 131:

“Der Eisenbahneinschnitt, in dem der Bahnhof Pichelsberg liegt, durchschneidet die Kamenslandschaft. Unmittelbar nördlich des Bahnhofs liegt die höchste Erhebung der nördlichen Kameslandschaft, der Pichelsberg 72,4 m ü. M. Er ist jedoch nicht zugänglich, da er einen Teil des Militärübungsplatzes bildet.

Die Schwarze Kehle, beim Bahnbau durch Bodenbewegungen stark verändert, trennt ihn vom Murellenberg.

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Diese landschaftlich sehr schöne, wenig bekannte und schwer zugängliche Mulde ist eine wannenartige Vertiefung mit einem Abfluß nach Ruhleben zu, die zur Zeit der Entstehung der Kameslandschaft gebildet wurde.

Ein kurzer Weg an der Bahn entlang bringt uns an den nach Tiefwerder zu abfallenden Hang, einen bekannten Rodelplatz des Westens von Berlin. Von hier aus genießen wir einen schönen Blick auf das Haveltal bei Tiefwerder und Spandau. Das südliche Ufer des Warschau-Berliner Haupttals ist über den Hahneberg hin bis Döberitz gut zu verfolgen.”

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1955 Murellenschlucht Amtlkarte 1955 Murellenschlucht Ullstein 1986 Murellenschlucht NVA

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