|
Heutzutage spricht man von
- der Fließwiese Ruhleben; - der Waldbühne - und der Murellenschlucht.
Tatsächlich ist es aber eine durchgehende Schlucht. In einer Landkarte von 1815 als “Kuhler Grund” und in einem Buch von 1927 als “Schwarze Kehle” benannt.
Die Schlucht wurde zunächst durch den Bau der S-Bahntrasse nach Pichels-/Tiefwerder hin geteilt und später dann in ihrer Mitte durch den Bau der Waldbühne. Die Waldbühne befindet sich also mitten in der Schlucht.
Nach der Teilung ergaben sich dann die Namen “Murellenschlucht” und “Fließwiese Ruhleben”.
Der Murellenberg wird südlich von der Murellenschlucht und östlich von der Fließwiese Ruhleben eingerahmt.
Nach Norden hin liegt der ehemalige Schießplatz (seit 2008 als Erhohlungsgebiet zugänglich), sowie ein ehemaliges polizeiliches bzw. militärisches Übungsgelände für Häuserkampf (“Geisterstadt” “Fighting City”) und ein Munitions Depot. Weiter nördlich an der Charlottenburger Chaussee befand sich früher einer Kaserne, heute eine Polizeischule und der Friedhof Ruhleben.
Das gesamte Areal ist sehr interessant, regt durch den Spiegelgang aber auch zum Nachdenken an.
Bedauerlich ist, dass Teile des militärischen/polizeilichen Geländes noch immer gesperrt sind. Eine behutsame Freigabe des gesamten Geländes wäre sicher ein Gewinn für die Allgemeinheit.
|
Spiegelwald
An den nördlichen Teil des Murellenberges schließt ein ehemaliger militärischer Schießplatz, ein Übungsplatz mit einer “Geisterstadt” sowie Munitionsdepots an. Der ehemalige Schießplatz wurde nach einem jahrzentelangen Dornröschenschlaf hergerichtet und ist seit seit 2008 für die Allgemeinheit zugänglich. Auf dem Gelände finden sich noch Reste der früheren Schießanlagen. Das Gelände der “Geisterstadt” und die Munitionsdepots sind weiterhin nicht zugänglich.
Entlang des Zaunes der Waldbühne ist an einem durch den östlichen Teil der Murellenschlucht und über den Murellenberg verlaufenden Fußweg ein Spiegelwald als Denkzeichen zur Erinnerung an die ermordeten der NS-Militärjustiz am Murellenberg aufgestellt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseiten der Künstlerin Patricia Pisani: http://www.denkzeichen-am-murellenberg.de
|