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© Uwe Gerber, Berlin

Kaiser-Wilhelm-Turm

Der Kaiser-Wilhelm-Turm wurde am
 05. Juni 1899 eingeweiht.

Am 15. September 1948 erfolgte die Umbenennung in Grunewaldturm.

Der Turm wurde vom Kreis Teltow zur Erinnerung an den hundertsten Geburtstag des 1888 verstorbenen König Wilhelm I von Preußen gebaut.

Wilhelm I. war seit 1861 König von Preußen und seit 1871 gleichzeitig Deutscher Kaiser. Während der Kreis Teltow sich bei seiner Ehrung auf den preußischen Königstitel bezog, gratulierte Wilhelm II. bereits bei der Einweihung per Telegramm zum Bau des
 „Kaiser-Wilhelm-Turmes“.

Den hier vorhanden Postkarten aus dem Jahre 1899 und der Schilderung von Berdrow aus dem Jahre 1902 ist zu entnehmen, dass sich der Name
 “Kaiser-Wilhelm-Turm” offensichtlich sofort durchgesetzt hat.

1896_Grunewald_Meyers
1902 Grunewaldturm Berdrow

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Berdrow1902, Seite 16-18
Das in vier mächtigen gotischen Bogen sich öffnende Untergeschoß ist zu einer Gedächtnishalle bestimmt, in deren Mitte ein Marmorbild Kaiser Wilhelms Aufstellung findet, während Bronzetafeln an den vier Eckpfeilern die Paladine des greisen Fürsten verewigen...... “

1920 Grunewaldturm Holzverlag

1902 Berdrow Profil am Grunewaldturm

Eine Turmbeschreibung von H. Berdow, 1902
(Der Grunewald, Schilderungen und Studien, Seite 16-18)

....Auf dem Karlsberg winkt der riesige Kaiser-Wilhelm-Turm als erstrebenswertes Wanderziel, das wir in einer guten Viertelstunde bequem auf der Chaussee erreichen.

Von der Plattform des Turmes ersteigen wir auf 180 Stufen das reichgegliederte, mit einem massiven Helm gekrönte Obergeschoß, aus dessen vier Bogenöffnungen sich prachtvolle Ausblicke auf die nähere und fernere Umgebung des Grunewaldes bieten.....- es erfolgt dann eine umfangreiche Ausichtsbeschreibung, hervorzuheben als “historische” Fernziele - : “der neue Dom, die goldstrahlende Kuppel des Reichstagsgebäudes, der schlanke Riesenturm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche”.

“Nicht nur als Aussichtsturm ersten Ranges, auch als hervorragendes Bauwerk erfordert der Kaiser-Wilhelm-Turm eingehende Betrachtung.

Nachdem der Kreis Teltow beschlossen, dem Andenken des ersten deutschen Kaisers am Ufer der Havel eine weithin ragende Warte zu weihen, und seitens der Regierung die Genehmigung zur Bebauung des Karlsberges erteilt war, wurde Baurat Franz Schwechten mit dem Entwurf des Denkmals betraut.

Der gewählte Platz ist unstreitig im Grunewald der geeignetste, indem der dicht an die Havel vorspringende Karlsberg auf der Chaussee bequemer zu erreichen ist und einen freieren Blick auf die Stromlandschaft gewährt, als der 18 Meter höhere, aber mehr landeinwärts liegende Gipfel des Havelberges.

Nach Osten hin bildet der Kiefernwald einen wirksamen Hintergrund, nach Westen fällt die zum Teil durch Auftragung und Einebnung des Bodens geschaffene Terrasse steil zum Flusse ab.

Auf ihr erhebt sich über dem aus Kiesbeton hergestelltem Fundament der Turm zu einer Höhe von 55 Meter über den Bauplatz oder 105 Meter über den Havelspiegel........

Besuchszahlen im ersten Jahr

”Wie hoch das Publikum diesen neuen, von Schildhorn oder der Saubucht aus schnell zu erreichenden Anziehungspunkt im Grunewald schätzt, geht aus den Besuchsziffern hervor,

Im Laufe der ersten acht Monate nach seiner Eröffnung wurde der Turm von 91.000 zahlenden Personen bestiegen. Dazu kamen noch ohne Entgeld mehr als 7.000 Schüler und Soldaten. Das erste Jahr brachte statt der erwarteten Einnahmen von 5.000 Mark mehr als das dreifache, nämlich 18.000 Mark, welche größtenteils zur Ausschmückung des Bauwerkes und seiner Umgebung verwendet wurden. Seitens der rund 100.000 Besucher des Turmes während der ersten acht Monate wurden 62.888 Ansichtskarten versandt, eine Thatsache, die den Stephansjüngern des nahen Spandaus manchen Seufzer entlockt haben wird.”

Berdrow 1902, Seite 16-18
Die auf der Vorderseite und der Rückwand angebrachten Wappenschilder mit dem brandenburgischen und dem preußischen Adler sind aus gebranntem Thon.
Unter dem brandenburgischen Wappen lesen wir in Riesenlettern die Worte:

Der Kreis Teltow baute mich 1897”.

2005 CIMG6204

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Unter dem preußischen Adler prangt des Werkes Widmung:

König Wilhelm I. zum Gedächtnis
(Hinweis: Berdrow schreibt “ö”,  “ä” und ledigleich ein “s”.)

Ansichten nah

1899 Grunewaldturm Zeichung Schwechten
1899 Grunewaldturm
1899 Grunewaldturm Foto Hasselkampf 1899 Grunewaldturm Thiel
1905 Ehepaar um 1905 1905 Grunewaldturm und Havel 1907 Grunewaldturm 2006 CIMG2223 2006 CIMG2221
1957 Grunewaldturm 1980 Grunewaldturm Schmuckblatt

Ansichten fern

19xx Wilhelmturm
1905 Anstieg zum Grunewaldturm 1914 Kaiser Wilhelmturm mit Havelchaussee 1926 Grunewaldturm Luftbild 1923 Grunewaldturm Havelansicht 1959 Wolfgang Tritt Sonntag an der Havel
1914 Grunewaldturm

Aussichten vom Turm

1903 - Berbig Zeichnung Grunewaldturmaussicht
1903 Berbig Zeichnung Grunewaldturmaussicht 1955 Grunewaldturm Blick

Details

1957 Grunewaldturm Restaurantgarten
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Google
WWWwww.forst-grunewald.de

Von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales,
wurden meine beiden rein ehrenamtlichen geführten Projekte
 „Lauftreff Berlin Grunewald“ und "Berliner Zahnärzte Forum“
am 13. Juni 2006 als zur Ausstellung des Berliner Freiwilligen Passes akkreditiert.

Berliner FreiwilligenPass Logo

  Revisionsstand Februar 2010            © Uwe Gerber, Berlin

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1959 Grunewaldturm Turmaussicht
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1970 Grunewaldturm Luftbild 1975 Grunewaldturm Lieper Bucht 2005 Grunewaldturm
2006 CIMG6662

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